TECHNIK
Tips zur Lackierung
posted by Leif (Duffy) Eggerstedt

Hier ist also in der Technikecke mal der erste Bericht für euch RC - Freaks!

Immer wieder kommt uns zu Gehör wie schwer es doch ist eine Karosserie zu lackieren. Diesem Thema haben wir uns mal angenommen und wollen Euch hier ein paar nützliche Tips geben. Allgemein sind noch folgende Punkte zu beachten:

 

  • Lackiert am besten wenn es windstill ist, das hört sich zwar banal an ist aber sehr wichtig.
  • Lackiert desweiteren nur bei geringer Luftfeuchtigkeit und bei gutem Wetter, ansonsten besteht die Gefahr, dass die Lackierung wolkig aussieht und sich Schlieren bilden.

Zuerst einmal gibt zwei Arten der Karosserien :

 

  • die aus Thermoplastik
  • die aus Lexan

Bei der Thermoplastikkarosserie kann man eigentlich alle Arten von Lacken verwenden, wie zum Beispiel Email- , Acryl- und Lackfarben.

Für Polykarbonatkarosserien (Lexan), die in der Regel durchsichtig im Bausatz dabeiliegen, sind spezielle Zusammensetzungen nötig um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Normale Plastikfarben fangen meistens das Abblättern an oder platzen schlichtweg auf. Anders ist das bei Plastikanbauteilen wie zum Beispiel Helmen bei Formel 1 Fahrzeugen, Die werden entweder beklebt oder man kann sie mit normalem Lack besprühen. Vorheriges anrauhen hilft hier sehr. Also lieber ein paar Mark mehr ausgeben, denn aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass es nicht besonders toll aussieht mit einer solchen Karosse durch die Gegend zu flitzen, denn das Auge fährt ja bekanntlich mit.

Zum Lackieren können auch Lackierpinsel benutzt werden, die in allen Formen und Arten erhältlich sind.

Desweitern braucht man zum Lackieren passende Verdünner, leere Gläser oder Schüsselchen, Abklebeband, Schere, Modellbaumesser, Klammern oder Stecknadeln, Lappen oder Zeitungen usw.

Bei Spritzgusskarosserien (Polystyrolplastik), die gewöhnlich detailgetreuer und naturgetreuer gefertigt sind braucht man Plastikfarben. Diese Karossen sind schwerer und werden bei Zusammenstössen auf der Bahn leichter beschädigt.

Vorbereitung zum Lackieren (Plastikkarossen)

Eine einfarbig zu lackierende Bauteilgruppe sollte vor dem Lackieren zusammengebaut werden. Entfernt überflüssigen Klebstoff und bessert die Karosse wenn nötig mit Füller aus. Danach zieht die Karosse mit einen feinkörnigem Schleifpapier ab (mindestens 600er Körnung oder höher empfohlen). Danach säubert die Karosse mit einem milden Spülmittel um Fettrückstände und Schleifstaub abzuwaschen. Danach ist Lufttrocknen angesagt.

Sehr nützlich erweisen sich beim Lackieren geeignete Träger um etwaige Fingerabdrücke zu vermeiden. Manchmal tut es hier schon ein alter Schhkarton oder ein Kantholz auf den oder das man die Karosse ablegt. Dabei ist allerdings zu achten, dass alle Stellen die zu Lackieren sing frei zugänglich sind. Kleinteile kann man entweder noch während sieam Spritzling hängen lackieren oder man behilft sich mit einer Zange.

Die Arbeitsgänge beim Lackieren

Zuerst mal sollte die Grundfarbe auf die Karosse aufgetragen werden. Unbedingt darauf achten, dass diese Farbschicht trocken ist, bevor man eine zweite Schicht Farbe oder eine andere Farbe auftragen will.

Grosse Teile kann man besprühen, bei kleinen Teilen ist es ratsam den Pinsel zu nehmen.

Die Farbschichten sollten nur dünn aufgetragen werden, da sonst sehr leicht Läufer entstehen und diese sind nur schwer wieder zu entfernen. Sollte es doch mal passierenhier eine kleiner Trick: einfach die karosse stehenlassen für zwei drei tage und dann mit einem Schleifpapier den Läufer herausschleifen.Tragt mehrere Schichten der Farbe auf und geht dabei kreuzweise über die Karosse, um einen perfekten Deckeffekt zu erziehlen.

Tips zur Pinsel - Bemalung

Rührt die Farben mit einem Metall- oder Glasstab an, ein Holzstab tuts zur Not auch, aber schüttelt nicht, denn dadurch entstehen Blasen.

Den Pinsel wählt man entsprechend der zu bemalenden Flächen. Lieber etwas kleiner wählen, ist oftmals besser.

Beim Bemahlen mit dem pinsel gilt das gleiche wie beim Lackieren. Immer kreuzweise den Lack auftragen, aber immer erst wenn eine Farbschicht trocken ist.

Abkleben

Zum Abkleben ist zu sagen, dass man mit normalen Kreppband am weitesten kommt. Hier gilt die goldene Regel : Erst die hellen Farben lackieren, dann die dunklen. Beim Abkleben gibt es noch einige Sachen zu beachten.

Ist die Trennlinie zwischen zwei Farben unregelmässig oder geschwungen, dann bekleben sie diese stelle komplett und fahrt die Kontur mit einem spitzen Bleistift nach und anschliessend schneidet ihr mit dem Modellbaumesser nach. allederings vorsichtig sein sonst beschädigt man die Karosse.

Desweiteren solltet ihr darauf achten, dass das klebeband richtig haftet denn sonst läuft Farbe darunter und verdirbt die ganze bis dahin getane Arbeit. Besonders wichtig ist dies an Kanten und solchen Sachen.

Wenn ihr mit verschiedenen Farben arbeiten wollt achtet darauf, dass es die gleichen Farbarten sind. Also nie mit Lackfarbe auf eine Emailfarbe spritzen, denn durch die verschieden Lösungsmittel im Lack können sich die schon aufgetragenen Lackschichten aufweichen und lösen.

Allerdings kann man getrost mit Emailfarben auf Lackfarben spritzen. naja ist halt schon immer eine Wissenschaft für sich gewesen dies Lackierei.

Weiter im Text. Auch hier gilt wieder dünne Schichte , kreuzweise ... ihr wisst schon.

Vorbereitung zum Lackieren (Lexankarossen)

Die Aussenseite der Lexankarosse ist mit einer Schutzfolie überzogen. Ist mir zwar neu, war bei meinen Modellbausätzen nie so aber egal...

Eventuelle Überstände können mit einem scharfen Messer abgetrennt werden. Auch eine gebogene alte Nagelschere tut hier noch gute Dienste. Das einzige was diese Schneidwerkzeuge sein sollten ist: scharf!

Danach wird die INNENSEITE aufgeraut (1200er Körnung oder höher) und wie oben schon erklärt mit Spülmittel ausgewaschen.

Jetzt erfolgt die koomplette Verhüllung der Aussenseite der Karosse da sonst die schönen Aufkleber mit Sprühnebel versaut würden. Hierbei sind alte Zeiungen und ähnliches Material sehr hilfreich. Sollte doch eine oben erwähnte sehr selten anzutreffende Schutzfolie vorhanden sein, dann macht diese jetzt ihrem Namen alle Ehre.

Allerdings sollte man auch die Fenster der Karosse abkleben, später ja begeisterte Fans schliesslich auch sehen können mit welcher Technik der Wagen ausgesttet ist. Ausserdem sehen lackierte Fenster nicht unbedingt toll aus. Naja Geschmackssache....

Bei manchen Bausätzen ist schon ein Abklebesatz für die Fenster dabei.

So jetzt ist ein bisschen mitdenken angesagt. Ich weiss es hört sich vielleicht banal an, aber es gab schon Fälle.....

Also die Farbe, die als Erstes aufgetragen wird sieht man von aussen. Und desweiteren beginnt man hier mit den Details, nicht wie bei den Plastikkarossen mit der Grundfarbe.

Hier gilt die Grundregel andersrum: Zuerst die dunklen Farben, dann die Hellen.

Aufkleber

Zum Anbringen von Aufklebern sei noch gesagt: Die Aufkleber sehr präzise auschneiden und dann nicht gleich die Schutzfolie abziehen, sondern erst einen Teil der Folie, dann den Aufkleber auf der Karosse ausrichten und dann erst die Folie abziehen, wobei mit dem Finger der Aufkleber festgedrückt wird.

Und dann kanns losgehen!!!

Zum Schluss noch ein kleines Schmankerl

Solltet ihr über ein Airbrush - Set verfügen könnt ihr auch mit diesem Gerät an euren Karossen herumfuhrwerken.

Hier sind dann noch eigene Farbtonmischungen möglich sowie eigene Muster feinen Linen.

Ich bin hier auch gerade am Tüfteln und Probieren. Einen Artikel dazu liefere ich nach wenn ich das soweit beherrsche. Meine Anfänge könnt ihr unter unserem Fuhrpark begutachten. Der Beetle musste daran glauben aber ich denke, dass er mir für das erste Mal ganz gut gelungen ist.

Falls noch Fragen aufkommen, schickt uns einfach eine Mail. Wir freuen uns über jede Anregung; Kritik oder Lobrede;-))

Unsere Adressen findet ihr, indem ihr auf „Wer steht hinter Radiocontrol“ klickt.

Als Dann viel Spass beim Pinseln und nicht hetzen, denn gut Ding braucht Weile