TECHNIK
Fahrtechnik im Gelände
posted by Leif (Duffy) Eggerstedt

Selbst wenn ihr ein Geländefahrzeug besitzt müsst ihr euch das Gebiet in dem ihr fahrt vorher genau anschauen. Solltet ihr das vernachlässigen gibt es eventuell Probleme mit Nachbarn die es stört oder mit beschädigten Fahrzeugen wegen ungewollter Abflüge.

Hier eignen sich am wenigsten ausgetrocknete Flussbetten oder wässrige Wiesen oder Strassen mit Wasserlachen. Wenn ihr euer Auto aufarbeiten wollt geht das hier am schnellsten. Motor, Fahrtenregler und Akku sind sehr anfällig gegenüber Spritzwasser und somit hier am falschen Einsatzort.

Ebenso schaden sand und feiner Kies dem Fahrzeug und seinen Innereien.

Sand und Wiesen mit „höherem“ Gras führen zu einem erhöhten Stromverbrauch und somit zur erhöhten Belastung des Motors. Dieser wird heiss und geht kaputt. Ausserdeem macht es keinen besonderen Spass auf so einem Untergrund zu fahren, da auch der Vortrieb des Wagens erheblich leidet und schliesslich wollen wir uns ja auch an der Geschwindigkeit erfreuen.

Desweiteren sollte man auch mit Vorsicht zu Werke gehen auf so unscheinbaren Untergründen wie Asphalt oder sehr kurz gehaltenen Wiesen. Hier neigt das Fahrzeug dazu in schnell gefahrenen Kurven sich zu überschlagen.

Das gibt nur Beulen oder Kratzer in der Lackierung und im schlimmsten Fall ist eine neue Karosse fällig oder irgendwelche anderen Anbauteile sind über den Jordan.

Als nächstes zu den Sprüngen. Ja auch die gehören in das Repertoire eines RC Fahrers. Hierbei ist darauf zu achten, dass bei einem Fahrzeug im Maßstab 1/10 ein Sprung mit der Höhe 20cm immerhin eine Originalsprunghöhe von 2m beträgt! Also hier jetzt ein paa r Tips wie man einen sauberen Sprung hinlegen kann.

Zuerst mal die Anfahrt zum Sprung. Hier heisst es nicht wie wild am Steuerknüppel drehen sondern ruhig bleiben und möglichst gerade auf den Sprunghügel zufahren. Macht man das nicht, naja dann heisst es im schlimmsten Fall Neuteiele kaufen.

Ein Sprung sollte immer so ausgeführt werden, dass die Hinterräder den Boden zuerst wieder berühren, entweder in waagerechter oder vorne leicht aufgerichteter Lage. Hierzu benötigt man etwas Gefühl im Gasfinger. Gibt man zuviel Gas, hebt sich die Nase zu stark, bei zu wenig Leistung kann sich das Vorderteil absenken und die Landung geht voll auf die Schnauze..äh Verzeihung.. Nase. Das einfachste Rezept ist bei der Anfahrt auf die Rampe etwas das Gas zurückzunehmen und dann müsste es eigentlich klappen.

So, wenn das Ding erstmal abgehoben ist kann man durch Gasgeben bzw. Gaswegnehmen die Lage des fahrzeugs in der Luft noch verändern. Beim Gasgeben hebt sich die Nase des Fahrzeugs aufgrund des Drehimpulses des Motors wogegen sie sich senkt wenn man Gas wegnimmt.

Ist unser Geschoss schliesslich mit allen Vieren wieder auf dem Boden der Tatsachen gehts ans beschleunigen. Nicht zu früh Gasgeben, da das in einem ungewollten Wheelie endet und das Fahrzeug unkontrollierbar irgendwohin abschmiert.

Zudem sollten Sprünge so niedrig wie möglich gehalten werden, da jede Sekunde in der Luft keinen effektiven Vortrieb hergibt und somit nicht unbedingt zu guten Rundenzeiten beiträgt.

Bei aufeinanderfolgenden Sprunghügeln wird es dann schon kniffliger. Hier gilt wie bei einfachen Sprüngen immer erst die Hinterräder auf den Boden zu bringen. Allerdings sollte nur die Letzte Rampe im Sprung genommen werden, da das Fahrzeug bei erster übersprungener Rampe auf der zweiten landen kann und sich dann unkontrollierbar in die Botanik verabschiedet.

Beim Befahren einer Erhöhungung (_/--------\_) ist darauf zu achten, dass wenn die obere Ebene fläche kurz genug ist sie zu überspringen kann man dies ruhig tun. Sollte dies aber nicht möglich sein nimmt man etwas Gas weg und fährt zügig hoch. Kurz vor der Abfahrt kann man dann das Gas aufmachen und springt so ab, dass man wie üblich auf den Hinterrädern oder waagrecht landet. Dadurch verhindert man, dass das auto unkontrollierbar nach unten abtaucht.

Also nach diesen kleinen Anregungen zum Thema Fahrtechnik sollte das Heizen noch mehr Spass machen. Allerdings gehört die Übung dazu.

Viel Spass beim Probieren!!!